Frau, Mutter & Führungskraft- oder: Was ich als Mutter über Führung lernte

Mein Tag als Mutter und Führungskraft startet häufig etwas chaotisch. Nicht das das an mir liegen würde. Vielmehr verfügt mein Leben über mehrere kleine- durchaus liebenswerte- Störfaktoren. Andere sagen auch Kinder dazu.

Die Kleinste- jetzt etwa eineinhalb Jahre- hielt sich beispielsweise nicht an den von mir entworfenen Plan für ihr erstes Lebensjahr. Darin war enthalten: nach 6 Monaten stillen, Umgewöhnung zur Beikost, ab dem 9. Monat ausschließlich Beikost und Ende der Stillzeit.

Soweit der Plan. 😉

Die Realität holte mich schneller ein als geplant. Das Kind bestand auf das Stillen. Soll heißen, anstatt früh meine Unterlagen für den Tag zu sortieren, saßen wir 10 Minuten- wahlweise auch bis zu 30 Minuten und „taten nichts“… Zumindest nichts, was man gemeinhin als produktiv bezeichnen würde.

Anstatt nun aber jeden Morgen mit meinem Schicksal zu hadern oder gar mit dem Kopf durch die Wand zu entscheiden, dass sie jetzt genug gestillt wurde, sehe ich die Zeit mit meinem Kind als „Quality Time“.

Was das mit Führung zu tun hat?

Garantiert hast du einen Mitarbeiter, bei dem es dir ähnlich geht…

Nicht das du ihn stillen würdest. Aber du hast einen Plan für und vielleicht sogar mit ihm entworfen. Etwas an dem er arbeiten soll… Und trotzdem, er hält sich nicht daran, macht alles anders und muss sich rückversichern.

Was du nun machen kannst ist ähnlich strukturiert, wie mein obiges Problem. Du kannst  wütend vor dich hinbrummelnd ihm die Aufgabe abnehmen und jemanden anderen geben, beim nächsten Nachfragen ihn wieder hinausschicken und seinen eigenen Weg finden lassen.

Nichts davon würde ich als optimale Führung bezeichnen.

Besser du hinterfragst seine Fragen.

Nutz die Zeit als „Quality Time“. Es gibt einen Grund, warum er die Rückversicherungen braucht. Hinterfrage seine Unsicherheit, wo benötigt er welche Unterstützung und warum, wo liegt seine Motivation… Und schneller als du merkst, wird aus deinem verunsicherten Mitarbeiter ein MITarbeiter. Wahrscheinlich schneller als aus meinem Säugling ein Teenager wird…

Hast du ähnliche Erfahrungen mit Mitarbeitern oder Säuglingen gemacht? 😉 Ich bin gespannt!

Einen schönen Start ins Wochenende!

Julia Bock

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